Bestens versorgt bei Lungenembolien

Neues aus der Medizinischen Klinik I

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 80.000 Menschen an einer akuten Lungenarterienembolie. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Verschluss eines Lungengefäßes, meist durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel.
Am Goitzsche Klinikum wird seit einem Jahr die EKOS-Therapie angewandt, um schwere Lungenembolien zu behandeln. In dieser Zeit wurden mehr als 25 Patientinnen und Patienten erfolgreich und ohne Komplikationen therapiert.

Bei der EKOS-Therapie wird ein dünner, flexibler Schlauch, Katheter genannt, in die Leistenvene eingeführt und ultraschallgesteuert zu der verstopften Lungenarterie gebracht. Dort wird das Blutgerinnsel mit einer Kombination aus Ultraschallwellen und speziellen Medikamenten aufgelöst. Der Ultraschall erhöht die Durchlässigkeit des Gerinnsels, wodurch das Medikament es besser durchdringen und wirken kann.
Dadurch kann die notwendige Medikamentendosis reduziert und das Risiko für schwere Blutungskomplikationen deutlich gesenkt werden. Deshalb gilt das Verfahren als besonders schonend für Patientinnen und Patienten. Auch kann durch die EKOS-Therapie der Blutfluss schnell wiederhergestellt werden.

„Die schwere Lungenembolie ist ein medizinischer Notfall. Mit der EKOS-Therapie können wir hochwirksam und gleichzeitig sehr schonend intervenieren“, erklärt Dr. Anwar Hanna. Der Chefarzt der Medizinischen Klinik I zieht ein positives Resümee über die vergangenen zwölf Monate. „Die Ergebnisse sind ausgesprochen erfreulich. Dass wir bislang keine Komplikationen verzeichnen mussten, unterstreicht die Sicherheit und Qualität dieses Verfahrens in unserem Haus.“
Mit der EKOS-Therapie erweitert die Medizinische Klinik I ihre Kompetenz in der interventionellen Gefäßmedizin und der Akutversorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten. Zum Behandlungserfolg trägt die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinik mit der Intensivmedizin und der Radiologie bei.

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