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Das AltersTraumaZentrum steht unter gemeinsamer Leitung von Chefarzt Dr. med. Holger Welsch, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Chefarzt Dipl.-Med. Roberto Schnabel, Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik III.
Koordinatoren für das AltersTraumaZentrum sind Oberarzt Dr. Sven Wildgrube seitens der Unfallchirurgie und hinsichtlich des geriatrischen Aspektes Oberärztin Dipl.-Med. Sandra Schnabel.
Im AltersTraumaZentrum erfolgt die interdisziplinäre Behandlung von unfallverletzten älteren Patienten unter besonderer Beachtung der Begleiterkrankungen und der Gesamtsituation des Patienten. Gemeinsam entscheiden Fachexperten der Unfallchirurgie und der Geriatrie über die bestmögliche altersangepasste Rehabilitation. Hier stehen u.a. auch die geriatrische Komplextherapie in unserem Hause als auch die geriatrische Tagesklinik zur Verfügung.
Verunfallte Patienten, die älter als 70 Jahre sind, werden über ein spezielles Notaufnahmescreening als geriatrische Patienten identifiziert. Dadurch lassen sich u. a. der Grad des bereits vorbestehenden Hilfebedarfes, kognitive Einschränkungen und Multimorbidität ermitteln.
Sind die entsprechenden Kriterien erfüllt, werden diese Patienten in das AltersTraumaZentrum integriert.
Dort erfolgt zuerst die altersangepasste Versorgung von Frakturen und Weichteilverletzungen, zum Beispiel:
Fachärzte, Pflegekräfte und spezialisierte Physio- und Ergotherapeuten garantieren hier eine multiprofessionelle Behandlung.
So schließen sich an die operative Versorgung von unfallverletzten älteren Patienten die aktivierend therapeutische Pflege und die alltagsorientierte Physio- und Ergotherapie an.
Bestehende Begleiterkrankungen werden, soweit erforderlich, mitbehandelt und die jeweilige Gesamtsituation des Patienten findet Beachtung.
Gemeinsam entscheiden dann Fachexperten der Unfallchirurgie und der Geriatrie über die bestmögliche alters- und leistungsangepasste Rehabilitation.
Hier steht u.a. die geriatrische Tagesklinik zur Verfügung.
Einige Patienten erhalten eine externe Anschlussheilbehandlung, können nach Hause entlassen oder in eine Pflegeeinrichtung vermittelt werden.
Seit der Zertifizierung 2017 durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) werden hier jährlich rund 300 Patienten nach einem ganzheitlichen und auf die Bedürfnisse von älteren Patienten ausgerichteten Konzept behandelt.
Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und die Medizinische Klinik III für Geriatrie, Allgemeine Innere und Palliativmedizin arbeiten dabei eng zusammen.
So lassen sich die Bedürfnisse älterer Verletzter besser fokussieren und entsprechend in den Behandlungsablauf integrieren.
Die meisten Patienten werden mit Extremitätenverletzungen, Brüchen des Beckens oder der Wirbelsäule eingeliefert. Mit diesen Verletzungen gehen bei den Betroffenen große Ängste vor dem Selbstständigkeitsverlust einher. Die chirurgische Behandlung ist heute Routine.
Bei den Patienten müssen aber auch Vorerkrankungen Beachtung finden, um Komplikationen zu vermeiden.
Nach der Operation erarbeiten Unfallchirurgen, Geriater und Physiotherapeuten gemeinsam ein Behandlungskonzept. Die Übernahme in die Klinik für Geriatrie und der Beginn der geriatrischen Frührehabilitation wird in diesem Rahmen beschlossen.
Der Erhaltung bzw. Wiedererlangung einer adäquaten Lebensqualität unserer älteren Patienten gilt dabei unser aller Bestreben.