Home / Sanfte und narbenfreie gynäkologische Eingriffe am Goitzsche Klinikum
24. Apr. 2026
Neues aus der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Am Goitzsche Klinikum wird ein neues OP-Verfahren angeboten. Bei dem Verfahren vNOTES handelt es sich um eine minimalinvasive Operationstechnik, bei der Eingriffe durch natürliche Körperöffnungen, in diesem Fall die Vagina, vorgenommen werden.
Mit dieser OP-Methode können die Eierstöcke, die Gebärmutter oder Zysten entfernt werden. Außerdem sind Sterilisationen, die Behandlung von Organsenkungen und diagnostische Eingriffe im kleinen Becken möglich.
Bei einer Operation nach vNOTES (kurz für: vaginal Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) werden während des Eingriffs eine Kamera und spezielle Behandlungsinstrumente durch die Vagina eingeführt und Beschwerden im Unterleib von dort aus therapiert. „Dieses Verfahren ermöglicht ein sehr präzises Operieren“, erklärt Dr. Francis Nauck, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
vNOTES bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile. „Durch das Vermeiden von Schnitten in den Bauch treten weniger Beschwerden nach der Operation auf. Die Patientinnen benötigen weniger Schmerzmittel und erholen sich in der Regel schneller“, so Dr. Nauck. Dadurch können sie das Klinikum frühzeitiger wieder verlassen.“ Ein weiterer Vorteil: Da die Eingriffe über vNOTES ohne äußere Schnitte erfolgt, bleiben keine sichtbaren Narben zurück.
Von vNOTES konnte sich auch Bettina Fahre überzeugen. Die 60-jährige Gräfenhainicherin war bereits vor zwei Jahren am Unterleib operiert worden, damals über den Bauch und mit schweren Komplikationen. „Dr. Nauck wurde mir von mehreren Seiten empfohlen und er machte auf mich einen sehr authentischen Eindruck. Aus diesem Grund habe ich das Vorgespräch gesucht“, so Frau Fehre, die sich schließlich für den Eingriff entschied. „Ich sagte Dr. Nauck am OP-Tag: ‚Ich vertraue Ihnen, machen Sie das Beste daraus‘.“
Anfang April ließ sich Frau Fehre per vNOTES operieren. Der komplexe Eingriff zielte darauf ab, ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern. Am Tag nach der Operation war Frau Fehre bereits wohlauf. „Ich fühlte mich sensationell und war eigentlich schon bereit, um nach Hause zu gehen.“
Auch Dr. Nauck ist mit dem OP-Ergebnis zufrieden. „Wir konnten die Patientin von einer mehrjährigen Beeinträchtigung befreien und ihr auch ein Stück die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt nehmen. vNOTES hat den Eingriff deutlich erleichtert.“
Das Verfahren wird bislang vor allem in spezialisierten Zentren angewandt und gilt als vielversprechende Weiterentwicklung der minimalinvasiven Chirurgie. Fachleute gehen davon aus, dass vNOTES in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Mit der Einführung von vNOTES erweitert das Goitzsche Klinikum sein operatives Spektrum in der Gynäkologie. Perspektivisch ist geplant, die Methode weiter auszubauen und weitere Ärztinnen und Ärzte im Team entsprechend zu schulen.